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Dekanter Teil 1 | weiter
Mittlerweile haben Dekanter viele Haushalter erreicht, in denen öfter einmal Wein getrunken wird. Das Dekantieren eines
Weins gilt als wichtig für den Genuss, auch wenn viele Menschen, die diese Technik anwenden, nicht unbedingt etwas genaueres über die Zusammenhänge zwischen Dekantieren und Geschmack wissen.
Für Weinkenner und solche die es werden wollen ist die Kenntnis der Hintergründe eines Dekanters natürlich ein sehr
interessantes Detail.
Grundsätzlich bedeutet das Dekantieren eines Weines, ihn vor dem Genuss in ein Dekantiergefäß umzufüllen. Für dieses Gefäß gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, da es
vor allem die Luftzufuhr ist, die den Wein geschmacklich verändert; die Benutzung eines Dekanters ist daher nicht unbedingt zwingend, wohl aber verbreitet (nicht zuletzt weil es für den Weingenuss unpassend erscheint, ihn
einfach in irgendeine Karaffe umzufüllen).
Dekanter haben aber natürlich dennoch spezielle Eigenschaften, die den Weingenuss begünstigen. Die unten breite Form führt zu einem starken Kontakt mit dem Sauerstoff,
was sich auf den Geschmack natürlich intensiver und besser auswirkt als in einem schmaleren Gefäß, in dem der Wein eine kleinere Oberfläche hat. Dies bringt natürlich auch mit sich, dass es keinen Sinn macht, einen Dekanter zu
voll zu machen, da dieser positive Effekt sonst nicht eintreten kann.
Insbesondere junge Weine gewinnen durch diesen Kontakt mit der Luft. Je mehr Reifezeit in der Flasche ein Wein eigentlich noch bis zur höchsten Reife vor sich gehabt
hätte, um so stärker wirkt sich das Dekantieren aus, da der Reifevorgang auf diese Weise künstlich beschleunigt wird.
Natürlich kann man nicht davon sprechen, dass der Wein einfach die gleichen Entwicklungen macht, die er auch in der Flasche hinter sich gebracht hätte, doch ähnelt die
geschmackliche Veränderungen nach dem Dekantieren wenigstens der längeren Reife.
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