Die Entwicklung eines Weines
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Spannend ist dann die dritte Phase, die Reife. Reife Weine zeichnen sich durch einen sehr komplexen, vielfältigen Geschmack aus, in dem man einzelne Komponenten nicht mehr so leicht identifizieren kann. Man spricht von der „Vermählung“ von Tanninen und Säuren mit dem Wein – ein stimmigeres Gesamtbild entsteht, und man kann die Reife eines Weins voll auskosten.

Interessanterweise kommt in dieser Phase auch die Frucht des Weins zurück. Zwar ist sie geschmacklich leicht von der Primärfrucht zu unterscheiden, doch kann man sie deutlich im Wein wahrnehmen. Deutliche Unterschiede bestehen vor allem auch in der Farbe – Weißwein nimmt eine goldgelblichere Farbe an, während Rotwein in ein dunkleres Rotbraun tendiert. Insgesamt nimmt man bei einem reifen, guten Wein einen ruhigen Gesamteindruck und eine gewisse Eleganz wahr.

Nach dieser Phase der Reife geht es auch mit dem besten Wein bergab. Auch wenn die Reifephase im Idealfall sehr lange anhalten kann kommt es irgendwann zur Entwicklung eines eigentümlich eindimensionalen Altersgeruchs, den der Wein verströmt. Auch die Frucht zerfällt zunehmend und ist immer weniger deutlich wahrzunehmen; Weine in dieser Altersphase sind nicht mehr reif, sondern veraltet und bedeuten für den Gaumen meist keine Freude mehr.

Beachten sie bitte, dass diese vier Phasen einen idealen Alterungsprozess beschreiben, wie er in der Praxis nur bei wenigen Weinen zu finden ist. Die meisten Weine, die man üblicherweise im Handel erwerben kann eignen sich nur wenig für eine solche Alterung, weil sie von vorne herein zu wenig Charakteristika besitzen. Weinkenner sagen, dass die meisten Weine dieser Welt innerhalb eines Jahres getrunken werden wollen; nur die außergewöhnlichen Tropfen eignen sich für eine solche Alterung.

Vielleicht ist dieses Wissen für sie ja interessant, da sich gerade der Weinkauf im Internet auch eignet, um ausgefallenen und hochwertigen Wein zu beziehen.

Ziehen sie besonders als Anfänger auch Trinkreifetabellen wie den berühmten „Kleinen Johnson“ zu Rate, wenn sie einen ungefähren Eindruck von der optimalen Lagerungsdauer eines Weines gewinnen wollen.

Eine andere Möglichkeit ist es, einen Wein in kleinen Portionen zu dekantieren und ihn über einen Tag zu beobachten. Weine, die sich innerhalb von 24 Stunden an der Luft positiv entwickeln haben meist auch noch in der Flasche eine längere positive Zukunft vor sich. Nimmt die Qualität des Weines allerdings an der Luft schnell ab, so sollte man ihn auch in der Flasche nicht mehr allzu lange lagern.

>>> Transport von Wein

 

 

Weinlexikon:

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