|
Lagerung von Wein Teil 2 | zurück
Als unumstritten wichtig hingegen gelten Temperaturschwankungen. Diese nehmen einen starken Einfluss
auf die Qualität des Weins und können – je nachdem, in welchem Rahmen sie sich bewegen – auch zu einem vorzeitigen Qualitätsverlust führen.
Um dem entgegenzuwirken empfiehlt es sich, den Wein mit möglichst geringen Temperaturschwankungen zu
lagern.
Man unterscheidet bei der Lagerung zwischen zwei verschiedenen Arten von Temperaturveränderungen:
erstens den Tag- und Nachtschwankungen und zweitens den jahreszeitlichen Schwankungen.
Für eine optimale Lagerung von Wein sollte man Tag- und Nachtschwankungen so weit es geht
ausschließen. Gut isolierte und beheizbare Räume bieten hierzu eine gute Möglichkeit. Jahreszeitliche Veränderungen sind umstrittener, doch kann man die allgemeine Ansicht erkennen, dass sie in vernünftigem Rahmen meist als
nicht schädlich angesehen werden. Dieser vernünftige Rahmen könnte zum Beispiel Schwankungen von ungefähr 5 Grad Celsius zwischen Sommer und Winter umfassen.
Doch auch jenseits der Lagertemperatur gibt es verschiedene Faktoren, die für die Weinlagerung als
wichtig erachtet werden. So gelten Erschütterungen während der Lagerung zum Beispiel als qualitätsmindernd – der Wein wird dadurch in seine Ruhe gestört und die Trinkreife empfindlich geschädigt. Aus diesem Grund ist ein
konventioneller Kühlschrank daher nie die richtige Wahl für die dauerhafte Lagerung von Wein.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Licht. Wein sollte grundsätzlich dunkel gelagert werden; im
Zweifelsfall müssen die Flaschen abgedeckt werden. Auch kann es bei Flaschen, die man über einen langen Zeitraum einlagern will sinnvoll sein den Korken zusätzlich mit Siegellack zu überziehen. Auf diese Weise ist ein
gasdichter Verschluss gewährleistet, der noch dazu für der gefürchteten Korkmotte schützt, einem der unangenehmsten Schädlinge bei der Weinlagerung.
Kommen wir zurück auf den ersten Punkt der „kleinen Lagerkunde“, der liegenden Lagerung von Wein.
Mittlerweile ist selbst dieser klassischen Standpunkt nicht mehr unumstritten, doch wird weithin von vielen Weinexperten noch vertreten. Andere sind allerdings der Meinung dass die stehende Lagerung bei ausreichender
Luftfeuchtigkeit die bessere Alternative ist.
>>> Geöffnete Weine lagern
|